Omaha Hi-Lo Regeln

 

Lernen Sie wie man Omaha Hi-Lo Poker spielt

Für viele Spieler ist dies die natürliche Einleitung zu High-Low-Split-Spielen. Da die grundsätzlichen Konzepte des Omaha Poker vielen Live-Poker-Spielern und Online-Spielern bereits vertraut ist, bietet Omaha-High-Low-Poker neue Herausforderungen und Strategien, die es zu meistern gilt.

Anders als bei einer regulären Omaha Poker Hand wird bei Omaha High-Low Poker der Pot zwischen der High und der Low Hand zu gleichen Teilen aufgeteilt.

Um sich für die Low Hand zu qualifizieren, muss ein Spieler 5 Karten haben, die je einen Wert von 8 oder weniger haben und kein Pärchen sind (Straights und Flushes sind zulässig) - je niedriger desto besser (Ass kann als „Low" zählen). Die „beste" Low Hand besteht daher aus A-2-3-4-5.

Die am Pot beteiligte High Hand ist die wie sonst auch beste Hand gemäß dem Pokerranking. Gibt es keine Low Hand, die sich qualifiziert, „scoopt" die High Hand den gesamten Pot.

Eine Starthand hat bei Omaha-Poker-High-Low verschiedene Vorgaben: Hände mit Omaha-High-Low-Strategie, die die Möglichkeit zum "Scoop" des Gesamtpots lassen, indem sie das High und das Low gewinnen, sind hier von weitaus höherem Stellenwert.

Spieler, die etwas zum Nachdenken brauchen oder eine Einführung zu gemischten Spielen, für die ist dieses Spieler das beste Spiel, um damit zu beginnen.

Wie man Omaha Hi-Lo-Poker spielt: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das Spiel erlernen:

In dieser Anleitung finden sich die wichtigsten Fakten zu dem Spiel, in denen wir alle wichtigen Schritte detailliert beschreiben, damit Sie sich an den Tischen wie zu Hause fühlen können. Wir haben sogar Tipps von angesehenen Spielern eingebaut, deren Ergebnisse und Erfahrungen hier bei Ladbrokes für sich sprechen. Sie haben sich extra die Zeit genommen, hilfreiche Strategien, Hinweise und Tipps zu verraten.

Wenn Sie das Gelernte in die Praxis umsetzen wollen, sich jedoch erstmal vorsichtig vortasten wollen, dann bieten wir Ihnen eine breite Auswahl an bargeldlosen Pokertischen, die auf der Seite erhältlich sind.

 

 

 

Die Blinds und der Button:

Zu Beginn jeder Omaha Poker Hand, egal ob High/Low oder nur High, gibt es zwei Konstanten: der Button und die Blinds.

Die weiße Scheibe vor einem Spieler wird der "Button" genannt und zeigt den Dealer für die jeweilige Hand an.

Die Blinds sind Zwangseinsätze (so genannt, da die Spieler diese "blind" setzen müssen, bevor sie Karten sehen). Der erste Spieler setzt den Small Blind (kleiner Einsatz) und der zweite den Big Blind (größerer Einsatz). Der Small Blind ist im Allgemeinen die Hälfte der Chips des Big Blinds. Nach jeder Hand wandert der Button einen Platz weiter nach links, und so auch die beiden Blinds.

Die Variation:

Wie der Name schon andeutet, hat Omaha-High-Low im Gegensatz zum Standardspiel andere Werte.

Beim Standardspiel von Omaha-Poker kämpfen die Spieler nur um einen Pot. Bei Omaha-High-Low (oft auch "hi-lo" geschrieben) wird der Pot durch zwei geteilt – ein Teil für die High Hand und der andere für die Low Hand. Hier wird es etwas knifflig und ist oft einer der Gründe, der Neuspieler aus dem Konzept bringt. Es ist eigentlich ganz einfach, erfordert jedoch ein bisschen Übung.

 

Wie bei einer normalen Omaha-Hand muss ein Spieler zwei Karten seiner Hand nutzen und drei Gemeinschaftskarten. Bei High Low müssen diese Karten jedoch nicht die Gleichen für das High und Low sein – ein Spieler kann jede Kombination zweier Karten für jeden Teil des Pots nutzen und kann die gleiche Karte auch zwei Mal nutzen.

Das High des Pots wird wie gewohnt mit der höchsten Omaha-Hand gewonnen. Der Teil bleibt unverändert. Jedoch gibt es für die Low Hand ein paar Änderungen, auf die Neuspieler achten sollten.

Um sich für die Low Hand zu "qualifizieren", muss ein Spieler fünf Karten mit je einem Wert von 8 oder geringer haben (beinhaltet keine Pärchen, ein Ass kann als niedrig gelten). Zwei der fünf Karten müssen aus der Hand des Spieler stammen und drei Karten müssen Gemeinschaftskarten sein und keine Kopien. Mit diesem Gedanken wird auch bewusst, dass es oft keine drei Karten mit je einem Wert 8 oder niedrieiger unter den Gemeinschaftskarten geben wird. Ist dies der Fall, gibt es keine Low Hand und die High Hand gewinnt den gesamten Pot.

Die Low Hand wird zuerst durch Rückzählung von der höchsten Karte bestimmt. Würde ein Spieler die Karten 7, 6, 4, 3, 2 halten, wäre das eine bessere Low Hand als z. B. 8, 4, 3, 2, A, auch wenn die zweite Hand die niedrigeren kleinen Karten hätte, da die 7 in diesem Fall der Schlüssel wäre. Lassen Sie uns noch ein weiteres Beispiel betrachten: 7, 5, 3, 2, A im Vergleich zu 7, 5, 4, 2, A. In diesem Fall wäre die erste Hand diejenige, die erneut gewinnt. Eins zurückgezählt ist die 4 der Schlüssel, 7, 5, dann 3 gegen 7, 5 dann 4. Da Straights und Flushes beim Low nicht zählen (und zählen auch nicht gegen Sie), ist die beste Low Hand nun A, 2, 3, 4, 5, eine Hand, die auch als Wheel bekannt ist. Es besteht ebenfalls eine hohe Wahrscheinlichkeit für Split Pots, besonders für die Low Hand.

 

Pre-Flop Action:

Bei Omaha-High-Low-Poker bekommt ein Spieler im Gegensatz zu Texas Hold‘em vier verdeckte Karten (Hole Cards) zugeteilt.

Sobald ein Spieler seine Pocket-Karten (Hole Cards) erhalten hat, steht dieser vor der ersten Entscheidung, zu spielen oder nicht zu spielen. Ein Spieler muss einfach entscheiden, ob er „in" oder „out" ist und dies bestätigen, indem er den stehenden Einsatz hält, wenn er an der Reihe ist (oder in der Tat den Einsatz erhöhen). Für die Setzrunde gilt eine feste Reihenfolge beginnend mit dem ersten Spieler links vom Dealer im Uhrzeigersinn rund um den Tisch, bis alle Einsätze erbracht wurden.

Die zur Verfügung stehenden Optionen sind: Fold (passen), Call (mitgehen) oder Raise (erhöhen).

Bei der Setzrunde vor dem Flop müssen sämtliche Spieler, die weiter im Spiel bleiben möchten, mindestens mit dem Big-Blind-Einsatz mitgehen. Wenn ein anderer Spieler den Einsatz bereits erhöht hat, musst mindestens mit diesem Einsatz mitgegangen werden, um im Spiel zu bleiben. Wenn ein Spieler an der Reihe ist, hat er immer die Option, auszusteigen bzw. zu folden (sofern er an der Reihe ist).

Wenn keine Erhöhung erfolgt ist, bis der Spieler im Big Blind wieder an der Reihe ist, hat dieser Spieler immer noch die Möglichkeit, zu erhöhen. Sämtliches Geld, das von einem Spieler vor dem Austeilen der Karten in den Pot eingezahlt wurde, gilt als Teil seines Gesamteinsatzes. Wenn die Blinds also 1 $ (SB) und 2 $ (BB) betragen und es keinen Raise gibt bis der Small Blind an der Reihe ist, muss der Spieler nur einen zusätzlichen Betrag von 1 $ in den Pot einzahlen, um mit den 2 $ mitzugehen, da er bereits 1 $ bezahlt hat, bevor die Karten gegeben wurden.

Nachdem alle Einsätze erbracht wurden, werden die Flop-Karten gegeben .

Der Flop:

Der Flop besteht aus drei Karten, die offen in der Mitte des Tischs ausgelegt werden. Es handelt sich um Gemeinschaftskarten, d. h. sie dürfen von allen Spielern verwendet werden und können die Hand jedes Spielers ergänzen.

Es folgt jetzt eine Einsatz-/Wettrunde, beginnend mit dem Spieler unmittelbar links neben dem Button und weiter um den Tisch im Uhrzeigersinn.

Auch hier hat wieder jeder Spieler die Möglichkeit, zu folden, zu checken, zu callen oder zu erhöhen. Bei einem Check handelt es sich um eine Situation, bei der gegenwärtig kein Einsatz vorliegt, mit dem der Spieler gleichziehen müsste. Ein Spieler kann also entscheiden, weiter im Spiel zu bleiben, indem er checkt (schiebt). Anders ausgedrückt: er gibt an den nächsten Spieler weiter ohne selbst einen Einsatz zu erbringen. Die Setzrunde geht wie oben beschrieben weiter, bis alle Einsätze erbracht wurden.

Anschließend wird die nächste Karte gegeben.

 

 

 

Der Turn:

Der sogenannte Turn (Vierte Straße) ist die vierte Gemeinschaftskarte, die offen in die Mitte des Tisches gelegt wird und für alle verfügbar ist. Hieran schließt sich auf die gleiche Weise wie oben beschrieben eine Setzrunde an. Für die Spieler, die nach dem Setzen weiter im Spiel verbleiben, wird eine letzte Karte aufgedeckt.

Der River:

Der sogenannte River (Fünfte Straße) ist die letzte oder fünfte Gemeinschaftskarte, die aufgedeckt in die Mitte des Tischs gelegt wird und für alle verfügbar ist. Die Spieler können jetzt die maximal verfügbare Anzahl an Karten nutzen. Ziel ist es, die beste fünf Karten umfassende Pokerhand aus den neun verfügbaren Karten (den vier Handkarten und den fünf Gemeinschaftskarten) zusammenzustellen.

Jetzt folgt in gleicher Weise wie bei den vorherigen Runden die abschließende Setzrunde. Die Spieler, die nach Abschluss der Setzrunde noch im Spiel sind, erreichen den Showdown.

Der Showdown:

Nachdem alle Setzrunden abgeschlossen sind, zeigen die verbleibenden Spieler ihre Karten. Wenn in der letzten Runde Einsätze erbracht wurden, zeigt derjenige Spieler zuerst seine Karten, der die letzte positive Handlung vorgenommen hat (der letzte Spieler der gesetzt, nicht gecallt hat). Haben bei der letzten Runde alle beteiligten Spieler gecheckt, zeigt der Spieler unmittelbar links vom Button als erster seine Karten. Von ihm aus geht es dann im Uhrzeigersinn weiter.

Der Pot geht an den Spieler mit der besten Hand aus fünf Karten. Falls die Pokerhände von mehreren Spielern gleichwertig sind, geht der Pot zu gleichen Teilen an diese Spieler.

Omaha-Hi-Lo-Pokerregeln machen keinen Unterschied zwischen den Kartenfarben, sodass geteilte Pots (Split Pots) häufig vorkommen können.

Omaha-Spieler MÜSSEN im Gegensatz zu Hold'em, wo Spieler jegliche Kombinationen an verdeckten und Gemeinschaftskarten nutzen können,  zwei Karten ihrer Hand nutzen, um ihre Pokerhand aus fünf Karten zu bilden, nicht mehr und nicht weniger.

Der Button rückt jetzt im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler weiter und eine neue Hand beginnt.